Merck Finck & Co - aktuell
Quer durch Europa an einem Abend
Auf eine künstlerische Reise der besonderen Art entführte "Reiseleiterin" Dr. Marga van den Heuvel die Gäste von Merck Finck & Co in Aachen. Anlass war der Neujahrsempfang sowie die Vernissage "Maro und Ramirez - Europa im Spiegel ihrer Werke".
Von Österreich, Griechenland über Italien, Spanien und den Niederlanden bis nach Deutschland führte die Kunsthistorikerin Marga van den Heuvel die Besucher in die Welt der Künstler Antonio Maro und Rafael Ramirez ein. Da gibt es zum einen den römischen Herrscher Cäsar. Rafael Ramirez schildert nicht dessen Ermordung, die der Maler Carl Theodor von Piloty Ende des 19. Jahrhunderts in einem Bild gemalt hat, das Ramirez als Ausgangsbasis für seine Darstellung diente, sondern er stellt eine Apotheose auf die politische Persönlichkeit Julius Cäsars dar und greift damit inhaltlich auf William Shakespeares Drama des ‚Julius Cäsar' zurück.
Der rosa-goldene Paradiesvogel von Maro. Allgemein über die künstlerischen Interpretationen der beiden Maler Maro und Ramirez - Vater und Sohn - zu reden, wäre abendfüllend genug. Deshalb verwies van den Heuvel ausdrücklich auf die Werke über Spanien, die in der Ausstellung vertreten sind. Mit Toreros und Flamenco-Tänzerinnen von Ramirez gemalt, deren Blick und Habitus voller Intensität und Sinnlichkeit sind, und, mit einer Bronzeplastik ‚Epi tafio para dos zapatos' sowie mit dem Gemälde ‚Ave' von Maro geschaffen. Maros Bronzeschuhe erinnern an die der Flamenco-Tänzerinnen und sein königlich erscheinender Vogel, der auf dem Kaminsims steht, lässt Reminiszenzen an Vögel zu, die durch Andalusiens höfische Gärten schreiten. Der stolze Gang des Vogels, der stolze Tanz der Frauen und die selbstbewusste Körperhaltung der Toreros strahlt majestätische Würde aus. Zwischen den Werken der beiden Künstler ist auch eine musikalische Korrespondenz zu erkennen. Die Maro-Bilder erzeugen einen Farbenklang, der seinen Widerhall in den Ramirez-Bildern findet und umgekehrt. Es sind Farbakkorde, die miteinander schwingen, sich gegenseitig anstoßen und zurück klingen.
Europa verbindet
Auch Gastgeberin Doris Robben, Leiterin der Dependance in Aachen, verstand es, geschickt den Bogen vom künstlerischen Europa zum wirtschaftlichen Europa dieser Tage zu schlagen. Nicht zuletzt wird die Kaiserstadt Aachen in diesem Jahr den Karlspreis zu Aachen an den Präsidenten der europäischen Zentralbank Dr. Jean-Claude Trichet verleihen. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. März zu sehen.



