Gold glänzt wieder (hell)

Goldpreis erreicht Sechsjahreshoch.

Der Goldpreis ist in die Höhe geschnellt und hat ein Sechsjahreshoch erreicht. Die Erwartungen um die US-Zinssätze wurden für die nächste Zeit gesenkt, und der Dollar dürfte sich abschwächen. Dies könnte zu einem Bullenmarkt für Gold führen. Unterdessen hat die Nachfrage nach Gold zugelegt. Daher liegt unser neuer Zielpreis bei 1.500 US-Dollar je Unze.

Eine bemerkenswerte Veränderung

Jahrelang verharrte der Goldpreis in einer Bandbreite von 1.150 bis 1.350 US-Dollar je Unze. Hierfür gab es zwei Gründe: Die Nachfrage nach Gold war aufgrund der steigenden Realzinsen und des stärkeren Dollar gedämpft. Mittlerweile hat sich die Situation umgekehrt. Der Goldpreis kletterte auf 1.423 US-Dollar je Unze und somit auf seinen höchsten Stand seit sechs Jahren.

Binnen weniger Wochen gab es eine bemerkenswerte Veränderung. Der Grund hierfür liegt in dem Kurswechsel der Zentralbanken. Anstatt die Zinssätze allmählich anzuheben, sehen sie sich mit einer rückläufigen Wirtschaftsleistung, fehlender Inflation und den Sorgen um die möglicherweise nachteiligen Folgen des Handelsstreits zwischen den USA und mehreren ihrer Partner sowie mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten konfrontiert. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell äußerte in einer Rede, dass die Risiken für das weltweite Wachstum in den vergangenen Wochen zugenommen hätten. Falls diese Unwägbarkeiten den Ausblick weiterhin belasten, werden die Zentralbanken ihre Geldpolitik lockern müssen. Wir erwarten in der zweiten Jahreshälfte (eine) Zinssenkung(en) und weitere im Jahr 2020.

Da für die nächste Zeit mit niedrigen US-Zinssätzen gerechnet wird, dürfte sich der Dollar abschwächen. Dies resultiert möglicherweise in einem Anstieg am Goldmarkt. Da Edelmetalle in Dollar gehandelt werden, wird man für den gleichen Betrag in Euro ceteris paribus mehr Gold kaufen können. Niedrige oder negative Realzinsen verringern die Opportunitätskosten für den Besitz von Gold, das keinen Zinsertrag abwirft.

Nachfrage steigt

Die Zinssätze sanken schneller als die Inflationserwartungen und verringerten somit die Opportunitätskosten für den Besitz von Gold. Anleger geben sicheren Vermögenswerten ohne Kupon gegenüber negativen Anleihenrenditen den Vorzug.

Auch die Nachfrage befeuert diesen Trend. In der Tat ist die Nachfrage von Einzelpersonen und Zentralbanken nach Gold in ETF-Form und in physischer Form in China, den Philippinen, Indien, der Türkei und Russland stark angestiegen.

Die technische Situation zeigt, dass es für Gold weiteres Aufwärtspotenzial gibt.

Gold ist in einem breit gestreuten Portfolio als Teil einer langfristigen Anlagestrategie ein wertvoller Baustein. Es bietet Schutz in einem turbulenten finanziellen Umfeld. Aus diesem Grund stellen der Rückgang der Zinssätze und ein schwächerer Dollar einhergehend mit den anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten gute Gründe dar, unseren Zielpreis von 1.350 auf 1.500 US-Dollar je Unze anzuheben.

Potenzielles Risiko: Ein Handelsabkommen oder übertriebene Zuversicht um den Handelskonflikt, die Lösung der geopolitischen Spannungen und höhere öffentliche Investitionen könnten den Appetit auf Gold zügeln.

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