Die Geopolitik mit den Entwicklungen rund um den Iran-Krieg bleibt erst einmal Thema Nummer 1 für die Börsen: „Die Makrodaten rücken vorübergehend in den Hintergrund – stattdessen dominieren die Sorgen um die Folgen des Iran-Kriegs.“ Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck, weiter: „Entscheidend ist eine baldige Fortsetzung der Erholung der Weltwirtschaft.“ Als Basisszenario sieht Greil einen höchstens dreimonatigen Krieg mit nur vorübergehend höheren Ölpreisen, damit nur kurz erhöhter Inflation und einer schnellen Börsenerholung. Und weiter: „Ein viel schnelleres Kriegsende erscheint uns weniger realistisch, eine viel längere Dauer mit etwa einer monatelangen Schließung der Straße von Hormus Stand heute ebenfalls.“
Die Weltwirtschaft hatte sich bis zu den ersten Angriffen vergangenen Samstag robust entwickelt. Die Daten der kommenden Woche dürften dies überwiegend bestätigen: Auf US-Seite wird am Mittwoch die Februar-Inflation im Fokus stehen, die noch unter zweieinhalb Prozent gelegen haben dürfte. Tags darauf kommt die Handelsbilanz für Januar und am Freitag zusätzliche Kerninflationsdaten für Januar, eine weitere Schätzung des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal 2025 sowie das vorläufige Verbrauchervertrauen der Universität Michigan.
Hierzulande rückt am Montag die Industrieproduktion vom Januar ins Rampenlicht (am Freitag auch für die Eurozone und für Großbritannien), bevor am Freitag die finalen Verbraucherpreisdaten für den Februar folgen.
Auf asiatischer Seite kommen am Montag Chinas Inflationszahlen und Fabrikpreise für Februar, gefolgt von der Handelsbilanz für diesen Monat am Folgetag. Und in Japan folgen auf die finalen Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Schlussquartal 2025 am Dienstag tags darauf die Fabrikpreise für Februar.
Robert Greil
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK



