Trotz aller geopolitischen Querelen ist der globale Konjunkturtrend 2026 zunehmend aufwärtsgerichtet: „Wir haben unsere globale Wachstumsprognose noch einmal auf 3,4 Prozent angehoben“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Haupttreiber bleiben die USA und auch China, wo wir unsere Prognose besonders stark angehoben haben – während die Dynamik in Europa weiterhin hinterherhinkt.“ Greil: „Hinter der positiven Entwicklung stehen vor allem vier Haupttreiber: weniger Handelskonflikte als im Vorjahr, zumeist weiter sinkende Leitzinsen, klar steigende Staatsausgaben und gerade in den USA und China noch mehr KI-Investitionen.“
In den Vereinigten Staaten stehen in der kommenden Woche eine Reihe zentraler Konjunkturindikatoren an. Der Datenreigen beginnt am Dienstag mit den Einzelhandelsumsätzen im Januar, gefolgt von der entsprechenden Industrieproduktion am Mittwoch. Am Donnerstag folgen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Handelsbilanz vom Dezember. Am Freitag kommen das Michigan-Verbrauchervertrauen für Februar sowie die vorläufigen S&P- Einkaufsmanagerindizes für diesen Monat – letztere stehen auch für Europa inklusive Deutschlands sowie Japan auf der Agenda.
Hierzulande werden zudem am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen für Februar sowie die finalen Januar-Inflationsdaten erwartet. Im Euroraum insgesamt kommt mit dem vorläufigen Verbrauchervertrauen im Februar am Donnerstag ein weiterer wichtiger Frühindikator. Und im Vereinigten Königreich richtet sich der Blick am Dienstag auf frische Arbeitsmarktindikatoren, bevor am Donnerstag die Inflationsdaten für Januar veröffentlicht werden. Am Freitag schließlich folgen noch Einzelhandelsumsatzzahlen.
Asienseitig stehen am Montag in Japan finale Industrieproduktionsdaten für Dezember sowie Zahlen zur Wirtschaftsleistung insgesamt an, bevor am Freitag die dortigen Inflationsdaten für den Januar die Woche abschließen.
Robert Greil, CFA,
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK



