In der kommenden Woche werden zahlreiche Frühindikatoren veröffentlicht, darunter am Freitag die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den Monat Dezember: „Bei der Unternehmensaktivität lässt sowohl in Deutschland wie auch in Europa insgesamt der echte Aufschwung immer noch auf sich warten“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Zwar dürfte die Wirtschaft auch dank der gesunkenen EZB-Leitzinsen 2026 einen Tick besser als im Vorjahr laufen, aber von Optimismus sind wir noch weit entfernt.“ Laut Greil dürfte das unter anderem das ebenfalls am nächsten Freitag für den Euroraum anstehende Verbrauchervertrauen im Januar zeigen. Greil: „Ich rechne 2026 erneut mit einem signifikant höheren Wachstum in den USA als in Europa inklusive Deutschlands.“ 

Hier zu Lande stehen nächste Woche am Dienstag zudem sowohl die Produzentenpreise für Dezember als auch die ZEW-Konjunkturerwartungen der Finanzexperten auf der Agenda, die an diesem Tag auch für die Eurozone insgesamt publiziert werden. Im Euroraum kommen am Montag noch die finalen Dezember-Inflationszahlen hinzu.

In Großbritannien sind neben Arbeitsmarktzahlen am Dienstag vor allem diverse Preisdaten am Mittwoch wichtig, bevor am Freitag neben den oben genannten Einkaufsmanagerindizes das britische GfK-Verbrauchervertrauen im Januar sowie die Einzelhandelsumsätze im Dezember folgen.

In den USA liegt der Datenfokus neben den Quartalszahlen der Unternehmen und einigen Immobilienmarktdaten in der ersten Wochenhälfte am Donnerstag auf dem finalen Bruttoinlandsprodukt mit weiteren Zahlen wie zur Kerninflation im dritten Quartal.

Und während asienseitig einerseits in Japan die Dezember-Inflationsdaten zusammen mit der Notenbanksitzung am Freitag im Rampenlicht stehen wird, richten sich bereits am Montag alle Blicke auf Chinas Bruttoinlandsproduktzahlen für das vierte Quartal sowie die Dezemberdaten für die dortige Industrie und den Einzelhandel.

Robert Greil, CFA, 
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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