"Nächste Woche kommen die Datenstunden der Wahrheit"

Kommende Woche werden eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten schwächer als zuletzt ausfallen: „Nächste Woche drohen die Datenstunden der Wahrheit – denn erstmals wird eine Reihe von Konjunkturzahlen die Folgen des Iran-Kriegs widerspiegeln“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Gerade die Einkaufsmanagerindizes dürften sich im März spürbar eingetrübt haben, genauso wie das Ifo-Geschäftsklima.“ Und weiter: „Auf der Verbraucherseite wird der Anstieg der Energiepreise beim EU-Verbrauchervertrauen genauso wie beim deutschen GfK-Konsumklima erste Spuren hinterlassen haben.“ Sein Fazit: „Hält der Iran-Krieg die nächsten Wochen mit anhaltenden Ölpreisen über 100 US-Dollar bei fortgesetzter Schließung der Straße von Hormus an, werden sich die Wirtschaftsindikatoren und mit ihnen zumindest die kurzfristigen Wachstumsperspektiven im April noch spürbar weiter eintrüben – in diesem Fall würden die Stagflationsängste zunehmen.“

Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für den Monat März werden für Europa inklusive Deutschlands, die USA sowie Japan am Dienstag veröffentlicht. Tags darauf steht dann das deutsche Ifo-Geschäftsklima für März und am Donnerstag das GfK-Verbrauchervertrauen für April auf der Agenda. Und das Verbrauchervertrauen für die Eurozone im März publiziert die EU-Kommission bereits am kommenden Montag.
In Großbritannien stehen neben den Einkaufsmanagerumfrage-Ergebnissen am Mittwoch die Inflationsdaten für März und am Donnerstag das dortige GfK-Verbrauchervertrauen an. Mit den Fabrikpreisen im Februar kommen am Mittwoch zudem auch in den USA neue Preisdaten, bevor dort am Freitag das finale Michigan-Verbrauchervertrauen die Woche abrundet.
In Asien schließlich rücken am Dienstag in Japan neben den Einkaufsmanagerumfragen vor allem die dortigen Inflationszahlen für den Monat Februar in den Fokus, bevor am Freitag noch Chinas Industriegewinne anstehen.

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

Kontakt