Kommende Woche stehen mit den vorläufigen März-Verbraucherpreisen erstmals Daten für die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs an: „Höhere Inflationszahlen für März dürften nur ein Vorgeschmack dessen sein, was bei einem andauernden Iran- bzw. Energiekrieg in den kommenden Wochen droht“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Im zweiten Quartal rechne ich für Deutschland und die Eurozone bei andauerndem Krieg erstmals seit 2023 wieder mit über drei Prozent Inflation.“ Greil weiter: „Der Druck auf die Trump-Administration, den Krieg zu beenden, ist innenpolitisch - gerade auch angesichts der Zwischenwahlen im November - enorm, nachdem der Inflationsdruck auch in den USA klar zunimmt. Wir bleiben daher bei unserem Basisszenario, dass der Krieg nicht länger als drei bis sechs Monate dauern wird.“
Die vorläufigen März-Inflationszahlen werden in Deutschland am Montag und für den gesamten Euroraum am Dienstag publiziert. Neben den finalen „S&P“-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe am Mittwoch stehen nächste Woche im Euroraum gleich am Montag das Wirtschaftsvertrauen (für März) sowie am Mittwoch der Arbeitsmarktbericht für Februar im Mittelpunkt. Auf deutscher Seite kommt am Dienstag noch der Arbeitsmarktbericht für März. Abgerundet wird der Datenkalender durch die finalen britischen Daten zum Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2025 am Mittwoch.
Auf US‑Seite rücken am Dienstag das Verbrauchervertrauen für März und am Mittwoch und Freitag die „ISM“-Einkaufsmanagerberichte für diesen Monat sowie am Freitag der Arbeitsmarkt in den Fokus. Hinzu kommen am Mittwoch die Einzelhandelsumsätze für Februar und tags darauf die Veröffentlichung der Handelsbilanz für diesen Monat.
Und in Asien kommen in China ab Dienstag die wichtigsten Einkaufsmanagerindizes für den März. Japan steuert am Dienstag seine harten Wirtschaftsdaten bei (Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Arbeitsmarktbericht).
Robert Greil
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK



