Kommende Woche stehen mit der Veröffentlichung der “ISM”-Einkaufsmanagerberichte für das verarbeitende Gewerbe für November (Montag) und den Dienstleistungssektor (Mittwoch) sowie am Freitag mit dem von der Universität Michigan erhobenen Verbrauchervertrauen für Dezember wichtige Frühindikatoren für die USA an: “Während das Verbrauchervertrauen eher schwach ausfallen dürfte, ist vor allem eine weiterhin gute Aktivität der US-Dienstleistungsindustrie wichtig“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Tatsache ist, dass die US-Wirtschaft weiter gesund wächst – und dass bereits heute der immer schneller wachsende KI-Bereich sie dabei zunehmend unterstützt.“ Greil weiter: “Die US-Wirtschaftsleistung dürfte dieses wie nächstes Jahr um rund zwei Prozent zulegen. Schon alleine wegen der viel höheren KI-Investitionen - etwa in Datencenter - als in Deutschland dürfte die Wachstumsschere zwischen den USA und Deutschland in den kommenden Jahren spürbar weiter aufgehen.“
In den USA sind neben den oben genannten Daten wichtige Termine der kommende Mittwoch, an dem die Industrieproduktion im September veröffentlicht wird. Zum Wochenabschluss am Freitag gibt es außerdem Zahlen zum Einkommen und den Konsumausgaben im September. Wie auch in Europa inklusive Deutschlands und Japan kommen am Montag und Mittwoch zudem die finalen November-Einkaufsmanagerindizes.
Hierzulande stehen nächsten Freitag die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Oktober auf der Agenda. Das europäische Highlight wird aus Makro-Perspektive jedoch die Bekanntgabe der vorläufigen Inflationszahlen in der Eurozone für November am Dienstag sein. Am gleichen Tag kommen dann noch die Arbeitsmarktzahlen für Oktober und tags darauf die Produzentenpreise für den Euroraum. Die Einzelhandelsumsätze für Oktober sowie neue Daten zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal schließen dann den Datenreigen in Kontinentaleuropa für diese Woche ab.
Im asiatischen Raum werden am Montag und Mittwoch auch wichtige chinesische November-Einkaufsmanagerindizes publiziert. Und am Freitag kommt der japanische Sammelindikator der Frühindikatoren für Oktober.
Robert Greil, CFA,
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK



