Die Geopolitik wird weiterhin die Schlagzeilen der Weltpresse beherrschen: Mit den für heute angesetzten USA-Iran-Gesprächen in Istanbul wird sich zeigen, ob beide Seiten auf Annäherung setzen – oder ob die Lage weiter eskaliert, zumal die USA ihre Militärpräsenz im Golf zuletzt deutlich verstärkt haben. „Die beste Versicherung für Anleger gegen geopolitische Risiken bleibt eine breit diversifizierte Anlagestrategie“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck weiter: „Wie im Vorjahr nach der Rede von J.D. Vance birgt auch die Münchner Sicherheitskonferenz kommende Woche wieder Potential für politische Überraschungen, die auf die Finanzmärkte ausstrahlen.“ Greil: „Bei allen Unsicherheitsfaktoren sollte aber der Blick auf das wesentliche, nämlich die wieder etwas dynamischer wachsende Weltwirtschaft und die rasanten Entwicklungen im KI-Bereich, beibehalten werden – denn hier spielt die eigentliche Börsenmusik.“ 
Makroseitig stehen nächste Woche vor allem eine Reihe wichtiger Inflations- und Wachstumsdaten im Fokus. In den USA wird sich der Blick neben einer Reihe von Immobiliendaten auf die Inflationszahlen für Januar am Mittwoch richten. Am Donnerstag folgen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. 
Während in Deutschland kommende Woche keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda stehen, rückt im Euroraum am Freitag das Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2025 ins Rampenlicht. In Großbritannien kommen diese Zahlen für das 4. Quartal 2025 bereits am Donnerstag, inklusive der Industrieproduktionszahlen für vergangenen Dezember. 
Die Volkswirtschaften in Asien liefern ebenfalls wichtige Impulse: In China stehen primär am Mittwoch die Inflationsdaten inklusive der Produzentenpreise im Januar im Fokus. Und in Japan werden am Montag Leistungsbilanzzahlen veröffentlicht, bevor am Donnerstag die Produzentenpreise für Januar publiziert werden. 

Robert Greil, CFA, 
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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