Inflation adressiert – aber wie stabil ist die Konjunktur?

Nachdem sowohl die EZB als auch die Fed mit ihren jüngsten Leitzinserhöhungen die steigende Inflation adressiert haben, rückt nun der Konjunkturtrend wieder in den Fokus: „Zahlreiche Frühindikatoren werden nächste Woche zeigen, wie stabil der Wachstumstrend diesseits wie jenseits des Atlantiks derzeit wirklich ist“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Ich rechne sowohl bei den Einkaufsmanagerumfragen als auch beim Verbrauchervertrauen mit energiepreisbedingt leichten Rückgängen.“ Und weiter: „Noch sieht es eher nach einer kleinen Konjunkturdelle denn nach einer Wende des in Richtung 2027 wohl eher aufwärts gerichteten Wachstumstrends aus – doch umso länger die Energiepreise aufgrund des anhaltenden Iran-Kriegs hoch bleiben, desto größer das Risiko für einen stärkeren Konjunkturdämpfer als heute weithin erwartet.“

Die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Europa inklusive Deutschlands wie auch für die USA und Japan stehen kommende Woche am Donnerstag auf der Agenda. Hinzu kommen in Deutschland ebenfalls am Donnerstag das ifo-Geschäftsklima sowie am Freitag das GfK-Verbrauchervertrauen, das an diesem Tag auch für Großbritannien publiziert wird.

Während die Makrodatenagenda ansonsten nächste Woche eher dünn ist, richten sich die Blicke nicht nur der Börsianer am Donnerstag dann auf den USA-China-Gipfel, bei dem Präsident Xi zu Donald Trump nach Washington reist. Eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen – der Druck dafür ist auch mit den anhaltend hohen Energiepreisen gestiegen – würde wohl auch an den Finanzmärkten gut ankommen.

 

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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