Politische Absicherung für die Wall Street bis zu den Midterms
Mit dem USA-Iran-Deal sinkt das politische US-Risiko für die Aktienmärkte: „Die US-Administration brauchte den Deal dringend, damit die Energiepreise nachhaltig sinken und die Inflation baldmöglichst wieder fällt“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Trump scheint bei aller Unberechenbarkeit bis zu den Midterms für die Börsen berechenbarer.“ Und weiter: „Damit die Republikaner ihre Mehrheit in beiden Kongresskammern bei den Midterms verteidigen können, dürfte Trump in den nächsten gut vier Monaten kein Risiko mehr eingehen, was die Inflation wieder anfachen könnte – schließlich sind Preise für die Amerikaner das entscheidendste Thema, wen sie wählen. Die Zwischenwahlen sind für die Wall Street eine Art Absicherung gegen das Trump-Risiko.“
Makrodatenseitig liegt der Fokus kommende Woche auf den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Juni für Europas inklusive Deutschland, die USA sowie Japan (Dienstag).
In den USA erscheinen am Donnerstag neue Kerninflationsdaten für Mai, zusammen mit der dritten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das vergangene erste Quartal. Am Freitag wird dann noch das finale University-of Michigan Konsumentenklima für Juni publiziert.
In der Eurozone steht zum Wochenauftakt am Montag das vorläufige Verbrauchervertrauen für Juni auf der Agenda. Neben diesem und den oben erwähnten Einkaufsmanagerindizes tags darauf stehen in Deutschland mit dem Ifo Geschäftsklima für Juni (Mittwoch) sowie dem GfK-Konsumklima (Donnerstag) weitere wegweisende Frühindikatoren auf der Agenda.
Und in Asien werden morgen in einer Woche die chinesischen Industriegewinne vom Mai veröffentlicht.
Robert Greil
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK
