Höhere Zinsen nicht automatisch eine Belastung für Aktien 


Steigende Zinsen sind Gift für Aktien – so lautet eine verbreitete Theorie, schließlich machen höhere Renditen Zinsanlagen gegenüber Aktien attraktiver. Doch: „Starke Zinsanstiege sind nicht automatisch mit Druck auf die Aktienmärkte verbunden“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Seit 2009 ist der S&P 500 in 18 der 21 Dreimonatszeiträume nach einem Anstieg der zehnjährigen US-Staatsanleiherendite um mindestens 50 Basispunkte gestiegen – im Durchschnitt immerhin um 3,4 %.“ Greils Fazit: „Wall Street kommt mit steigenden Zinsen zumindest kurzfristig viel besser zurecht, als viele denken.“ 
Indes bringt die kommende Woche eine überschaubare Agenda an wichtigen Makrodaten: 

In den USA richtet sich der Fokus am Montag vor allem auf den „ISM“-Bericht für den Dienstleistungssektor im September sowie auf die finalen Einkaufsmanagerindizes für diesen Monat. Am Dienstag folgt die Handelsbilanz für August, bevor am Mittwoch das Protokoll zur jüngsten Fed-Sitzung veröffentlicht wird. Am Freitag steht dann noch das vorläufige Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für Oktober auf der Agenda.

Zum Wochenauftakt stehen auch in Europa inklusive Deutschlands sowie in Japan die finalen September-Einkaufsmanagerindizes auf der Agenda. 
In der Eurozone kommen ebenfalls am Montag die Produzentenpreise für August und am Dienstag die Einzelhandelsumsätze für August. Und in Deutschland werden am Dienstag die Auftragseingänge der Industrie vom August publiziert, gefolgt von der entsprechenden Industrieproduktion am Mittwoch. Tags drauf steht dann noch die deutsche Handelsbilanz für den August auf der Agenda. 

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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