Noch keine Entspannung in Sachen Inflation

Kommende Woche stehen die vorläufigen Juni-Inflationszahlen für Deutschland am Dienstag und für den gesamten Euroraum am Mittwoch auf der Agenda: „Trotz des rückläufigen Ölpreises dürften die Inflationszahlen im Juni schon angesichts anhaltender Sekundäreffekte noch nicht groß sinken“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Wir rechnen erst in den kommenden Monaten mit allmählich sinkenden Verbraucherpreistrends.“ Und weiter: „Ein nachhaltig sinkender Trend in Richtung dem zweiprozentigen EZB-Ziel ist aber nur dann realistisch, wenn die Straße von Hormus dauerhaft geöffnet bleibt.“

In der Eurozone wird zum Wochenauftakt am Montag das Wirtschaftsvertrauen für Juni veröffentlicht.  Am Mittwoch folgen neben den Inflationsdaten die finalen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (am Freitag auch für Dienstleistungen, beides auch für Deutschland), und am Donnerstag steht noch der Arbeitsmarktbericht für Mai an. Im Vereinigten Königreich liegt der Fokus am Dienstag auf dem finalen Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal. Am Mittwoch und Freitag folgen auch hier die finalen Einkaufsmanagerindizes für Juni.

In den USA richtet sich der Fokus am Dienstag erst einmal auf das Verbrauchervertrauen im Juni. Am Donnerstag folgen neben dem eigentlichen amerikanischen Daten-Highlight der Woche, dem Arbeitsmarktbericht für Juni, noch die Auftragseingänge der US-Industrie für Mai.

In China kommen die offiziellen Einkaufsmanagerindizes für Juni am Dienstag, während zur Wochenmitte und zum Wochenausklang weitere solche Indizes veröffentlicht werden. Japan meldet bereits am Montag seine Einzelhandelsumsätze für Mai, am Dienstag folgen die Industrieproduktion sowie der Arbeitsmarktbericht. Am Mittwoch und Freitag stehen dann auch hier noch die finalen Einkaufsmanagerindizes für den laufenden Monat auf der Agenda.

 

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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