Inflation wieder bei 3 Prozent

Kommende Wochen stehen die August-Inflationsdaten für Deutschland (Montag) sowie den ganzen Euroraum (Dienstag) auf der Agenda: „Die Inflation ist im August energiepreisbedingt weiter leicht gestiegen und dürfte wieder bei drei Prozent liegen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Erstmals seit gut zweieinhalb Jahren wieder 3 Prozent Inflation nicht mehr in Verbindung mit den Coronafolgen, sondern Iran-kriegsbedingt von Energiepreiseseite und ohne Entspannungsanzeichen – das wird Folgen haben.“ Greil weiter: „So dürfte die EZB bei ihrer nächsten Sitzung am 10. September den Leitzins für die Eurozone zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben, nachdem die Wahrscheinlichkeit von sekundären Preiseffekten der Energiepreise auf andere Bereiche zugenommen hat und sich immer noch keine Entspannung bei den Ölpreisen abzeichnet.“
 
Jenseits der Verbraucherpreisdaten stehen für Deutschland kommende Woche neben den finalen Einkaufsmanagerindizes für August am Dienstag und Donnerstag (kommen auch für Europa insgesamt) am Freitag die Auftragseingänge der Industrie vom Juli auf der Agenda. Für die Eurozone insgesamt kommen am Dienstag auch der Arbeitsmarktbericht sowie am Donnerstag die Produzentenpreise für Juli, bevor am Freitag die Einzelhandelsumsätze dieses Monats die Datenwoche abschließen.  
 
In den USA richtet sich der Fokus am Dienstag und am Donnerstag auf die „ISM“-Einkaufsmanagerberichte für August. Dazwischen werden am Mittwoch die Auftragseingänge der amerikanischen Industrie vom Juli publiziert, bevor am Donnerstag die Juli-Handelsbilanz für Juli und am Freitag der Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht werden.
 
In China stehen die August-Einkaufsmanagerindizes am Montag und Dienstag auf der Agenda. Und in Japan schließlich kommen am Montag die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion für Juli.

 

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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