Reality-Check für die Weltwirtschaft
Nachdem der IWF diese Woche seine globale Wachstumsprognose für das laufende Jahr unter anderem wegen Aufwärtsrevisionen für Deutschland und Indien leicht auf 3,1 % erhöht hat, steht kommende Woche erst einmal ein Reality-Check auf der Agenda: „Eine Reihe von Frühindikatoren dürfte insgesamt den trotz anhaltend hoher Energiepreise und steigender Inflation soliden Konjunkturtrend bestätigen“, sagt Robert Greil. Der Chefstratege von Merck Finck: „Gerade die Einkaufsmanagerindizes sollten sowohl für Deutschland als auch für Europa insgesamt und für die USA eine weiter expandierende Unternehmensaktivität zeigen.“ Greil weiter: „Wichtiger als die Makrodaten dürfte in den kommenden Wochen die Quartalszahlensaison sein, die wir in dieser schon wegen der Midterms- und Notenbankunsicherheit volatilitätsgefährdeten Phase als wichtige Stütze für die Märkte sehen.“
In den USA stehen am Dienstag zunächst Immobiliendaten für September im Fokus, bevor am Freitag neben den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes das von der Michigan Universität erhobene finale US-Verbrauchervertrauen für Oktober veröffentlicht wird.
In Deutschland startet die Makrodatenwoche mit den ZEW-Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für Oktober (auch für den gesamten Euroraum), bevor auch hier am Freitag die Einkaufsmanagerindizes die Unternehmenskonjunktur beleuchten. Für den gesamten Euroraum kommt am Donnerstag das vorläufige Verbrauchervertrauen für Oktober hinzu. Und im Vereinigten Königreich werden nach dem Arbeitsmarktbericht am Dienstag tags darauf die Verbraucherpreise für September veröffentlicht. Am Freitag stehen dort zudem noch die Einzelhandelsumsätze für September auf der Agenda.
In Asien richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst auf China, wo am Montagmorgen neben dem Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal auch die Septemberdaten zur Industrieproduktion und zu den Einzelhandelsumsätzen veröffentlicht werden. Und in Japan folgen am Mittwoch die Handelsbilanzdaten für September, bevor am Freitag die dortigen Inflationsdaten für September zusammen mit den Einkaufsmanagerindizes die Woche abschließen.
Robert Greil
Chefstratege
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK
