Die Leitzinsen steigen wohl erst im Dezember wieder   


Kommende Woche rücken die Notenbanken wieder in den Fokus: „Die Fed tagt nur sechs Tage vor den US-Zwischenwahlen“, gibt Robert Greil zu bedenken. Der Chefstratege von Merck Finck: „Die weiter steigende US-Inflation spricht eigentlich klar für eine Leitzinserhöhung – dennoch dürfte sich die Fed so kurz vor den Wahlen eher zurückhalten, wie sie das historisch meist gemacht hat.“ Greil weiter: „Wir rechnen kommende Woche sowohl bei der Fed als auch bei der EZB mit keiner Zinsänderung, halten je eine weitere Erhöhung im Dezember allerdings weiter für wahrscheinlich.“ 

In den USA richtet sich der Fokus neben der Fed-Entscheidung am Mittwoch tags zuvor zunächst auf das Verbrauchervertrauen im Oktober sowie die Auftragseingänge für langlebige Güter im September. Am Donnerstag folgen dann neue Kerninflationsdaten für September sowie Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal. 

In Deutschland steht am Montag das ifo-Geschäftsklima für Oktober an. Am Mittwoch folgen das GfK-Konsumklima sowie die vorläufigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal. Besonders spannend wird es am Freitag, wenn neben Arbeitsmarktdaten die vorläufigen Verbraucherpreise für Oktober veröffentlicht werden, die erneut in einer höheren Inflationsrate münden dürften.
Im Euroraum kommt am Dienstag das Wirtschaftsvertrauen für Oktober. Auf das EZB-Treffen am Donnerstag folgen am Freitag die erste Schätzung des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal sowie Arbeitsmarktdaten. 

In Asien richtet sich die Aufmerksamkeit zunächst auf China, wo am Dienstag die Industriegewinne für September veröffentlicht werden. Am Samstag folgen die offiziellen Einkaufsmanagerindizes für Oktober. In Japan stehen am Freitag die Arbeitslosenquote für September sowie die Einzelhandelsumsätze und die vorläufige Industrieproduktion für diesen Monat an. 

 

Robert Greil
Chefstratege 
MERCK FINCK A QUINTET PRIVATE BANK

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